Letztes Feedback

Meta





 

London – Los Angeles – Redlands 21.03.2015

Wir haben unsere Plätze gefunden. Fenster und Mitte. Mittelmäßig geil. Aber das Sahnehäubchen ist: direkt vor der überforderten Familie samt Quengelgören. Fabelhaft. Das eine Kleine, schätzungsweise noch nicht mal ein Jahr alt, brüllte wie am Spieß und das andere, nur unwesentlich Ältere, hämmerte mit diebischer Freude mit beiden Füßen kräftig gegen meine Rückenlehne. Wir gucken uns an und denken dasselbe. DAS halten wir auf gar keinen Fall 11 Stunden aus! Keine zwei Minuten später gibt’s von Caro die erste Ansage an die Mutter. Unfassbar. Wieso muss man mit nem Säugling so eine Strecke fliegen?! Hinter mir hämmert es immer noch gegen die Lehne. Als Antwort ballere ich diese eben mal mit Schwung nach hinten. Ruhe. Geht doch. Ah nee..wieder Gequängel. Und dann Gebrülle. Wir stecken uns resigniert die Kopfhörer in die Ohren und starten das Filmeprogramm. Aus meinem Hörer kommt links super Ton – rechts…Stille. Alter. Deren Ernst??? Beim nächsten Klobesuch organisiert Caro Neue. Ich freu mich tot. Endlich Stereogefühl. Nix da. Die neuen, gerade aus der Plastikfolie befreiten, Stecker sind komplett kaputt. Ok, also wieder die alten Teile rausgekramt. Besser als nichts. Über das Essen verliere ich an dieser Stelle einfach mal keine großen Worte. Es war unterirdisch. Wabbeliger Tofu auf 3 grünen Bohnen, 2 Löffelchen Pilzreisirgendwas (ich glaube es sollte Risotto sein) und ein Schälchen mit denselben Wabbeltofuwürfeln auf 5 Blättern frischem Spinat und 4 Walnusshälften. Naja…von Wasser wird man irgendwann auch satt. Der Rest des Flugs ist abgesehen von eingeschlafenen Beinen und in Summe nicht übertriebener 5 Stunden Rumgebrülle der Schreihälse relativ erträglich. Beim Landeanflug auf L.A. hat man schon einen kleinen Eindruck von dem unglaublichen Ausmaß dieser Megastadt bekommen. Dagegen ist Hamburg ein Dorf. Wie sollen wir uns da bloß zurechtfinden? Mir wird ein wenig mulmig bei dem Gedanken…fremdes Auto, riesige Stadt, wir völlig übermüdet. Caro hat den gesamten Landeanflug verpennt, die Glückliche. Bis wir unsere Koffer vom Band gezerrt haben ist es mittlerweile auch schon kurz nach 21h Ortszeit. Jetzt noch den richtigen Shuttlebus zur Mietwagenfirma finden. Kann ja nicht so schwer sein. Denkste. Draußen vorm Terminal ein Treiben wie in einem Bienenstock. Da gibt es zig Schilder, noch mehr Busse und ein für uns auf den ersten Blick nicht erkennbares System an Haltestellen. Eine gute ¾ Stunde später haben wir endlich unser Auto. Wir sind spontan verliebt. Groß genug für unser ganzes Zeug, aber nicht überdimensionert. Dann noch die Frage klären, wer fahren soll. Ich bin dankbar, dass Caro die erste Tour freiwillig übernimmt. Fix das Navi angeschmissen und los. Die ersten Kilometer sind schon spannend. Das Ampelsystem hat zum Einen kein „Gelb“ und zum anderen sind sie auch anders platziert als bei uns. Irgendwann geht es immer nur noch geradeaus und wir scheinen auf dem Highway Richtung Osten richtig zu sein. Leider bin ich keine große Hilfe, weil mir immer wieder die Augen zufallen. Doch eine gute Stunde später erreichen wir unfallfrei unser erstes Domzil – das Good Nite Inn in Redlands. Wir waren noch nie so glücklich, ein Bett zu sehen sag ich euch. Ich hab’s gerade noch geschafft, mir die Schlafklamotten überzuwerfen. Mehr war nicht drin. Einfach nur schlafen. Herrlich.

Katja am 26.3.15 18:15

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Chrissie (27.3.15 18:54)
Nächstes Mal kriegst du Schlaftabletten mit, die kann man sich gut den "anderen" ins Getränk bröseln 😄. Jetzt habt ihr ja schon die erste Woxhe rum..... Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen