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Tag 3 – 23.03.15 – Flagstaff – Grand Canyon – Las Vegas

Wieder sind wir früh morgens wach und so fit, dass sich umdrehen und weiterschlafen einfach nicht lohnt. Also ab ins Auto und los. Laut der Navi-Else sollten wir in gut einer Stunde am Canyon sein. Eine Fahrt, die schon auf dem Weg dorthin unvergesslich ist. Die Landschaft ist traumhaft schön. Bizarre Felsformationen und schneebedeckte Berge säumen unseren Weg. Immer wieder gibt es die typischen Briefkästen am Wegrand und wir fragen uns allen Ernstes, wer hier in der Wildnis wohl wohnt. Schon schräg. Fließend Wasser, Strom und Telefon haben die hier vermutlich nicht. Aber dafür ein Ausblick, der einmalig ist. Je dichter wir zum Canyon kommen, desto mehr wird auch der Verkehr. Am Parkeingang staut es sich tatsächlich ein wenig. Man muss noch ca. 10 Minuten bis zum sogenannten Visitor Center weiterfahren und kann dort das Auto auf einem der Parkgrounds abstellen. Dann geht es zu Fuß weiter. Keine 5 Minuten später steht man tatsächlich am Abgrund des Grand Canyons. Und der hat seinen Namen wirklich verdient. Waaaaahnsinn. Beim Anblick von so viel Naturgewalt überkommt einen sofort ein Gefühl von Demut und Ehrfurcht. Man steht einfach da und muss diesen Aus- und Anblick erst einmal sacken lassen. Natürlich gibt es auch hier Verrückte, die auf Felsvorsprüngen rumturnen, um DAS Foto ihres Lebens zu schießen. Laut Google gibt es jährlich ca. 120 Abstürze. Nunja. Ich halte vorsichtshalber mal das Handy drauf…wer weiß J

Wir beschließen mit einem der Shuttlebusse ein paar Kilometer weiter zu einem weiteren Aussichtspunkt names „The Abyss“ zu fahren und von dort aus zurückzulaufen. Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Ausblick auf eine schnurgerade abfallende glatte Felswand und den in einiger Entfernung fließenden Colorado-River macht einen – wieder einmal – sprachlos. Am Rande des Canyons ist Trampelpfad, den man entlang laufen kann, um wieder zu den nächsten Busstationen zu kommen. Da man hier etwas weiter weg ist vom Touristengetümmel, kommen einem nur wenige andere Menschen entgegen. Traumhaft. Alleine für DIESES Gefühl hat sich der Trip schon gelohnt. Auf einem mir sicher erscheinenden Felsvorsprung teste ich mal meine Schwindelfreiheit. Alter Schwede…da geht’s 1.200 Meter in die Tiefe. Ich frage mich ernsthaft, wer sich hier beinebaumelnd an die Klippen setzen kann?!?!? Ich bleibe brav auf dem Plateau hocken. Caro kriegt trotzdem die Krise und nervt so lange, bis ich wieder auf dem Hauptweg stehe. Es sind mittlerweile übrigens ca. 30 Grad und wir haben – natürlich – noch nix gegessen. Schön blöd. Caro hat noch 2 Milka Tender im Rucksack. Aber die sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Huuuunger. Verdammter Mist. Die halbe Flasche Wasser ist auch schnell geleert, also beschließen wir zur nächsten Busstation zu laufen und den Rest wieder zurück zum Parkplatz zu fahren. Statt 8 Kilometer haben wir nur 4 geschafft. Aber DIE waren der Hammer!!! Die Bilder dieses Weltwunders haben sich in unsere Erinnerung gebrannt und sind unauslöschlich.

{PLACE_IMAGE(Caro_Grand Canyon.jpg)}

Ein bisschen kaputt steigen wir gegen 15.30h wieder ins Auto und machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Etwa 3 Stunden Fahrt durch nicht weniger beeindruckende Landschaft folgen. Wilder Westen…so stellt man sich den vor. Staubige Hügel und Täler. Immer mal wieder riesige eingezäunte Gebiete, in den Rinder grasen. Und ab und an ein Briefkasten, der irgendwie surreal wirkt so mitten im Niemandsland.

Als sich dann Las Vegas vor unseren Augen in der Wüste ausbreitet, sind wir baff von dem Ausmaß dieser Stadt. Überall blinken Lichter, erstrahlen Leuchtreklamen und schon von Weitem erkennen wir unser Hotel – das „Stratosphere“.  Wir fließen durch den Verkehr in die Stadt und landen tatsächlich ohne größere Verfahrer vorm Hotel. Das Parkhaus ist nach kurzer Verwirrung auch gefunden und wir schleppen mal wieder Koffer und Rucksack Richtung Rezeption. Wow. Schon im Eingangsbereich wird klar, dass wir im Spielerparadies gelandet sind. Ich kann nicht annähernd schätzen wie viele Automaten und Spieltische dort aufgereiht stehen. Aber es sind sicherlich an die 1000 Stück. Das Einchecken dauert dieses Mal dank einem Vollpfosten von Gast vor uns länger, aber irgendwann ist auch das geschafft und wir bahnen uns den Weg zu den Fahrstühlen. Das Zimmer ist einigermaßen ok. Nichts Atemberaubendes wie wir bedauerlicherweise feststellen müssen. Sah im Internet schon auch besser aus. Egal. Bett und Dusche vorhanden. Ausblick auf die Berge. Reicht. Wie gesagt. Wir hatten ja immer noch nichts gegessen und draußen irgendwo ein Schild von Mc Doof gesehen. Also wieder raus, auf den Vegas Boulevard auf der Suche nach unserem Abendbrot. Circa einen Kilometer Richtung Centrum endlich das ersehnte Schnellrestaurant. Cola, Pommes, Fishmac. Zwei glückliche Mädels. Zu weitreichenderen Erkundungen sind wir heute nicht mehr in der Lage. Ab ins Hotel und pennen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Katja am 30.3.15 18:57

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