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Tag 4-6 – 24.-26.03. - Las Vegas – Death Valley – Ridgecrest

Die 3 Tage in Vegas gehen fix vorbei. Wir haben uns am zweiten Tag in Vegas noch den Hoover Dam angesehen. Was auch ein abenteuerliches Unterfangen war, weil die Straße, die zum Damm führt, ausgerechnet an diesem Tag neu geteert wurde und sich der Verkehr ewig gestaut hat. Das Warten hat sich dennoch sehr gelohnt, denn der Ausblick auf so ein gigantisches Bauwerk ist allemal sehenswert.

Einen Abend haben wir uns zu Fuß den Strip von Süd nach Nord angetan und sind tapfer alles abgelaufen. Das Mirage, das Treasure Island, das Venetian und das Bellagio haben wir – natürlich – auch mitgenommen. Ich muss sagen, dass alle der 5 Sterne-Hotels sehenswert sind, aber den Glanz von früher ist schon ein bisschen abgeblättert. Es ist alles sehr überlaufen und die Touristenmassen schieben sich durch die engen Gänge in den Hotels…und knipsen alle was das Zeug hält. Man könnte meinen, man ist auf der Oscar-Verleihung bei so viel Blitzlichtgewitter ;-)

Nach guten 4 Stunden sind wir im Eimer und müssen raus aus dem Trubel. Der Weg zurück zu unserem Hotel am anderen Ende des Vegas Boulevards kommt uns ewig vor. Wir kehren noch mal in „unserem“ Mc Doof auf ne Tüte Pommes ein und das war es dann für den Tag. Am letzten Abend machen wir noch mal das Hotelcasino unsicher und versuchen uns am Glücksspiel. Sehr lustig. Der erste Automat schluckt meine drei Dollar, dreht sich einmal und dann…ENDE. Was für’n Scheiß. Ein paar Stühle weiter ist einer mit nem Wolf drauf…gutes Omen denken wir, Wolf = Hund und die bringen ja Glück…kurz abgecheckt, wie viel Einsatz der braucht…aha…nur 25 Cent…liegt schon eher in unserem Budget. Wieder nen Dollar reingeschoben und dieses Mal dreht und blinkt das Ding tatsächlich und wir können ein paar Runden spielen. Aber nach ein paar Minuten ist auch hier Feierabend. Hmm. Doof. Ich will jetzt verdammt noch mal spielen und mindestens ne Million hier rausschleppen ;-) Der Nachbarautomat sieht ähnlich aus, selbes Prinzip nur mit Zahlen statt Wolfsköpfen…Lucky 7 oder so ähnlich.  Schwups, 10 Dollar reingeschoben und nach 2 Stunden haben wir unseren Einsatz tatsächlich vervierfacht. Ich hätte ja gern noch ein wenig weitergespielt, aber Mrs. Vernünftig Herself hat mich mit einer Staatspredigt über Glücksspielsucht vom Automaten weggeschleift. Vielleicht auch besser so :-P Man weiß ja i.d.R. wo sowas endet.

 

Morgens sitzen wir gut gelaunt im Auto und machen uns auf den Weg nach Ridgecrest. Der Weg dorthin führt uns mitten durch das Death Valley. Vorsorglich haben wir noch mal vollgetankt, ordentlich Wasser eingepackt und das Kartenmaterial griffbereit. Der Weg durch das Tal ist mehr als beeindruckend, fast wie in einem alten Western. Lange staubige Straßen… naja…eigentlich nur eine lange staubige Straße, die sich durch eine bizarre Landschaft schlängelt. Ab und zu kreuzen noch andere Autofahrer unseren Weg, aber das ist eher die Ausnahme. Es sind fast 38 Grad hier draußen. Verhältnismäßig wenig – es ist ja noch Frühjahr – aber ich möchte nicht wissen, wie es sich bei 54 Grad anfühlt auf dem sogenannten „Golfplatz des Teufels“, einer von Sand und Salzkruste definierten Hügellandschaft. Unser Weg führt uns über Höhenunterschiede von gut 1.500 Metern und tatsächlich weht auch so ein „Gewölle“ mal vor unserem Auto über die Straße. Wie geil! Wir trauen uns nicht große Umwege zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten in der Wüste zu machen, weil wir die Entfernungen nicht einschätzen können und die nächste Tankstelle Gott weiß wo ist. Aber auch ohne die touristischen Magnete, wie Dante’s View oder Bad Water, ist die Etappe ein Erlebnis. Immer mal wieder müssen wir aussteigen und ein paar Schritte in unterschiedlichem Gelände machen. Mal Dünen voller Sand, mal Geröll, mal buschbewachsene Felsen. Unglaublich, wie viel „Nichts“ es hier gibt und wie schön „Nichts“ sein kann J

Eines der schrägsten Orte auf dieser Route war zweifelsfrei Searles. Erst dachten wir, es sei eine von diesen Geisterstädtchen. Die Häuser teilweise sehr zerfallen und man konnte die vielleicht ehemals vorhandene Wohnlichkeit nur noch schwer erahnen. Aber es gab dort eine Salzfabrik, die das Salz aus einem der nahegelegenen Seen abbaut. Und tatsächlich…irgendwann kamen uns auch mal Autos und Menschen entgegen ;-) Wir sind glaube ich mit Tempo 20 durch den Ort geschlichen, weil wir so fasziniert von der antiquierten Atmosphäre waren. Achja…und dann gab es noch diese Massen von Raupen. Die waren ÜBERALL. Und besonders auf der Straße. Mir hat das Herz schon ein wenig geblutet, weil ich natürlich nicht jeder einzelnen von ihnen ausweichen konnte. Aber es waren Hunderttausende, die emsig ihre 1000 Beinchen in die Hand nahmen, um unbeschadet über die breite Straße zu kommen.  Hat bedauerlicherweise nicht für jede geklappt L

Kurze Zeit später haben wir unser Motel in Ridgecrest erreicht (zugegebenerweise haben wir uns gefragt, wo wir laden würden, nachdem wir Searles für die letztmögliche zivilisierte Stelle gehalten haben…rundrum war kein Ort mit bloßem Auge auszumachen) und waren angenehm überrascht, wie schön der Ort und auch das Motelzimmer sind.  Augen zu. Und Tiefschlaf ;-)

Katja am 3.4.15 05:16

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(3.4.15 12:29)
Du bist ja fleißig mit deinem Blog . Viel Spaß noch weiterhin.


Mami (6.4.15 12:26)
Hallo Ihr zwei Süßen,
wunderbare Eindrücke, die Ihr uns erzählt es macht
Spass das zu lesen!!! Noch mehr Freude Euch so froh und
tatenlustig zu erleben.Eine tolle Tour auf die Bilder und viele
weiteren Geschichten bin ich sehr, seeeehr gespannt..
Drücke Euch passt gut auf Euch auf, damit wir Euch
wieder gesund und munter in die Arme nehmen können.
Dicken Kuss aus der Heimat Mami


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