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Tag 8 – 28.03. – Yosemite

Am nächsten Tag geht es in den Yosemite National Park. Der Eingang ist nur knapp 20min von unserem Motel entfernt. Allerdings muss man bis zum Besucherparkplatz noch gute 25min weiterfahren. Und was passiert? Vermutlich ist mir morgens der Kaffee nicht so gut bekommen, jedenfalls kriege ich mitten im Wald eine wirklich WIRKLICH fiese Bauchkrampfattacke und habe keine Immodium griffbereit. Geilo. Caro fährt und amüsiert sich köstlich über mein „Problem“. Hinter und vor uns Autos und ansonsten Wald. KEIN KLO. Ich raste aus. Das gibt’s doch nicht. Wenn man keins braucht, steht alle 100 Meter so ein Drecks-Dixie…aber wehe, man ist drauf angewiesen Links und rechts bieten sich immer wieder tolle Ausblicke, für die ich leider wenig übrig habe, weil auch die kurvige Fahrerei mit permanentem Rauf und Runter nicht gerade förderlich für mein Wohlbefinden ist. Nach 15 weiteren quälenden Minuten steigt Caro auf die Bremse und hält vor einem Holzhäuschen an einem der Trails. Ich raus aus dem Auto und dann folgten die schlimmsten Minuten meines Lebens auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Außer vielleicht darauf, dass es ein Dixie aus der Steinzeit war. Dreckig. Übelriechend. Ohne Licht. Ohne Seife. Ohne Wasser. Eigentlich ohne irgendetwas, was unsere Hygieneanforderungen in irgendeiner Weise befriedigen würde. Lediglich ein dunkles Loch und eine Tür, die vermutlich auch nicht abschließbar war.

Nachdem das überstanden war, konnte ich mich der Schönheit des Parks auch wesentlich besser widmen  Auch hier hat uns gleich nach dem Abstellen des Autos ein Reg begrüßt und keine 5 Minuten später konnten wir auch einen Kojoten beobachten. Großartig! Die nächsten 4 Stunden verbrachten wir mit Laufen. Erst zu einem der entfernteren Ziele, dem „Mirror Lake“. Ein See aus Schmelzwasser, der im Frühjahr das Bergprofil wiederspiegelt. Wunderschön und ein lohnenswerter Marsch muss ich sagen. Dann sind wir noch zu den „Yosemite Falls“ gelaufen. Die ca. 450m hohen Wasserfälle sind auch ein beliebtes Postkartenmotiv und auch jetzt sind viele Besucher hier, die alle auf ein Foto aus sind. Lustig ist übrigens die Tatsache, dass 80% der Japaner/ Chinesen einen Selfie-Stick dabei hat und von diesem auch hemmungslos in allen möglichen Positionen Gebrauch machen ;-)

Es fällt uns schwer, diesen märchenhaften Ort wieder zu verlassen. Man fühlt sich – trotz der Besuchermassen – wieder auf das Wesentliche reduziert. Kein Wunder, dass viele Amerikaner hier lange Wochenenden verbringen oder sogar ganze Wochen. Die Natur ist einzigartig und traumhaft schön. Wir konnten leider nur einen winzigen Bruchteil sehen und würden allen empfehlen, hier mindestens 2 Tage einzuplanen.

Katja am 7.4.15 06:16

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